Beratung,  Intoleranzen

Alarm – was hilft bei einem Anfall?

 

Was hilft dir bei einem “Anfall”?

Über die Zeit entwickelt man seine kleinen tools, die einen die Tage mit Histaminanfall zumindest überstehen lassen. Meine will ich dir in einer kleinen Serie schildern, vielleicht können Sie auch dir helfen.

Bei mir fängt so ein “Anfall-Tag” schon nachts an. Übrigens so auch heute. Gesten hab ich mir meinem Mann unseren Hochzeitstag begangen und war voller Genuss essen. Trotz 2 Histaminblockern war aber kein Entkommen, möglich.

Nach dem Essen werd ich immer unglaublich müde und es heißt ab ins Bett. Allerdings wach ich dann in der Früh (gegen 04:45 Uhr) auf und kann nicht mehr still liegen. Der Körper kribbelt und die Unruhe lässt einen an Einschlafen nicht mehr denken. Also, ab aus den Federn. Generell stehe ich so super früh auf, sodass mir das an sich nichts ausmacht. Eigentlich zelebriere ich meine Morgende generell. Mit einem Schub aber umso mehr. Und wie das geht? Mit der ayurvedischen-Morgenroutine, dynacharia.

Eigentlich sollte man diese langsam beginnen und sich gemächlich aus dem Bett rollen, aber den Part lass ich mit der Unruhe in mir dann mal aus…
Stattdessen ab ins Bad.
Laut Ayurveda wird dort als erstes die Zunge geschabt, weil sich auf der Zunge die Schadstoffe ablagern. Das Ama. Hast du dir morgens schon mal deine Zunge angeschaut? Tatsächlich sehe ich unterschiede, ob ich am Tag vorher im histamin-Sinne brav gegessen hab oder nicht. Wenn ein weißer Belag drauf ist, heißt das, dass ein Ungleichgewicht besteht. Wenn deine Zunge rot ist, deutet dies auf zu viel Feuer hin (hallo pitta). Ich habe mir einen extra Zungenschaber zugelegt. Man kann aber auch erst mal mit einem Löffel starten.
Als nächstes kommt dann das Ölziehen. Ich nehme dafür Kokosöl, weil es für pitta wegen der kühlenden Eigenschaften empfohlen wird und auch der Geschmack nicht so penetrant ist. Du kannst aber auch anderes Öl, wie Sesam oder Olive nehmen. Ein halber Teelöffel reicht aus und bitte nicht schlucken. Stattdessen behält man das Öl für mindestens 5 min im Mund und zieht es fleißig durch die Zähne. Durch das Öl wird ebenfalls ama gebunden – quasi eine kleine detox-Einheit am Morgen. Übrigens hat mir auch meine Dentalhygienikerin bestätigt, dass Ölziehen super gut für die Zähne ist. Nur sollte man das Öl nicht in den Ausguss kippen, sondern in ein Taschentuch spucken.
Da der Mund nun endlich mal frei ist, kommt meine Thermoskanne ins Spiel. Ich koche mir am Abend immer eine Kanne heißes Wasser, das ich am Morgen im Bad trinke (zusammen mit Darmbakterien). Durch das am Morgen noch heiße Wasser wird die Verdauung angeregt und man kann quasi den Balast des letzten Tages loswerden ;-), für mich daueren die Anfälle dann weniger lang.
Falls du neben den üblichen Dingen, die man im Bad eben so erledigen muss, noch Zeit und Lust hast, kannst du dich noch einölen. Auch dazu nehm ich Kokosöl. Die ayurvedische Selbstmassage ist ein kleiner Akt der Selbstliebe. Du beginnst an den Händen und wanderst mit reichlich Öl die Arme hoch. Massierst dann deinen Nacken, Ohren und Haare. Dann gehts wieder runter und mit kreisenden Bewegungen kommen Öberkörper, Beine und Füße dran.
Wenn du das Öl etwa 10 min eingewirkt hat, kannst du es abduschen – das macht unfassbar glatte Haut. Ich verlagere die Massage aber immer auf den Abend. Wenn du schon mal versucht hast bakasana, die Krähe im Yoga, eingeölt zu übern, dann weißt du warum.
Denn das wichtigste tool ist für mich die Yoga-Einheit am Morgen. Mit einem Schub, der Nervosität und dem schnellen Atmen ist die ujaji Atmung das hilfreichste überhaupt… Dazu aber im nächsten Beitrag mehr…

Jedenfalls ist für mich – jeden Tag – ein ruhiger Start mit Ruhe und Selbstfürsorge unheimlich wichtig und hilfreich geworden.

Namaste, Jelena

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.