Ayurveda

Meine Panchakarma Kur (Teil II)

Ja, dann kam der Abführtag… An dem Tag wird der Stoffwechsel gereinigt. Irgendwie hat jeder schiss vor der Tag (passende Wortwahl, oder), aber es ist ok. Man bekommt in der Früh zwei Tabletten und dann heißt es warten. Wenn du schon mal ne Darmspiegelung bekommen hast, kennst du das Gefühl. Wobei ich sagen muss, dass ich es bei der Kur viel angenehmer und effektiver fand. Hier kann sich die Schulmedizin meiner Meinung nach was von der alten Weisheit abschauen. Den Vormittag verbringt man also mehr oder minder im Bad. Zwischendurch kam immer jemand und hat nach mir gesehen und ich hab mich umsorgt gefühlt. Bei den Kontrollen wurde dann auch nach der Häufigkeit gefragt und daran entschieden, wann das Procedere beendet werden kann. Das war bei mir etwa gegen 15 Uhr – dann gab es zum Fastenbrechen eine King coconut… So lecker!

Übrigens hab ich am Vormittag und Mittag eine Reissuppe bekommen, damit die Flüssigkeit und die Salze sich im Körper regulieren.

Der Tag ging also echt erträglich über die Bühne und ich bin völlig erschöpft am Abend eingeschlafen, aber irgendwie schon mit einem viel besseren Gefühl im Körper.

Der cleaning day ist der Startschuss zur 2.phase der Kur, der tatsächlichen Reinigung. Ich war also im Herzstück angekommen.

Am nächsten Tag wurde ich wieder ordentlich eingeölt und meinem Körper noch Zeit gegeben sich vom Tag dafür zu beruhigen.
Anschließend gab’s dann insgesamt vier Einläufe, zweimal mit Kräutern und zweimal mit Öl. Durch die Einläufe wird das vata dosha gemindert und tatsächlich war dies für mich der Wendepunkt. Ab dem Zeitpunkt hab ich mich so gut und gesund gefühlt wie seit Jahren nicht.

Du fragst dich vielleicht was ich in der Zeit so gegessen hab. Tatsächlich hat man mich auf vegetarische Kost gesetzt mit möglichst vielen Ballaststoffen. Zum Beispiel hab ich auch Histamin Hammer wie Avocado, Soja und Bohnen jeglicher Art gegessen. Mein Körper oder mein Kopf? musste sich immer kurz gewöhnen, aber kein Zittern, kein flush. Wahnsinn oder?

Sonstige Behandlungen waren noch eine extra Massage zum Aufbau des Gewebes mit Ziegenmilch, Kräutern und Reis und Stirngüsse. Die Stirngüsse waren sehr meditativ. Man bekommt in einer schwingenden Bewegung Öl auf die Stirn und dadurch wird das dritte Auge aktiviert. Tatsächlich hab ich Farben und Bilder aus meiner Vergangenheit gesehen. Klingt total nach eso Quatsch ist aber sehr spannend gewesen.
Am Ende hat dann noch die Nase Reinigung auf mich gewartet. Das fand ich mitunter die ekligste Behandlung, sow dient aber auch zur Milderung von vata Störungen. Man bekommt ein brennendes Kräuteröl in die Nase das den Schleim im ganzen Nasen und Rachenraum löst. Den ganzen Schmodder musste ich dann über Stunden ausspucken.

Und hab ich zu viel versprochen als ich warnte, dass so ein Beitrag über eine panchakarma Kur doch auch Ekliges bereit hält?

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