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Meine Panchakarma Kur (Teil I)

Jetzt kommt nicht unbedingt ein Beitrag für Zartbeseitete. Wenn du keine Lust auf Themen wie Abführen in verschiedener Form, stinkendem Öl und widerlichen Kräutergemischen hast, scroll lieber ein bisschen durch die gefiltert Inst-Stories (kein Urteil, machen wir doch alle :-)).
Falls deine Histamin-Haut aber dick genug ist, nehm ich dich gerne mit auf meine Reise:

Wie du weißt, bin ich schon seit Längerem am Experiment ayurveda dran. Ich hab Bücher gewälzt, Blogs gelesen und fleißig gekocht. Mein Mann meinte das Theorie Zeug brächte nix und hat mich zur Kur überredet… Oder sagen wir geschubst, denn der Gedanke war schon lange in meinem Kopf (geht mir leider oft so, dass der Mut zur Umsetzung fehlt).
Ich hab also gegoogelt und Kontakt zu dem Anbieter aufgenommen, bei dem auch mein Schwiegervater schon gekurt hat. Irgendwann stand dann fest, dass ich nach Sri Lanka fahren würde. Wir waren schon einmal dort und die Sri Lankesen sind das herzlichste Volk, das ich bis dato kennen lernen durfte – glaubt mir!

Der Vorteil ist aber sicher, dass damit der Kreislauf in Schwung kommt und zwar OHNE Kaffee. Ja, das hab ich durchaus zu spüren bekommen. Eine ayurveda Kur heißt nämlich detox auf allen Ebenen. Kein Kaffee oder Güntee, kein Fleisch, kein Alkohol oder sonstige Genussmittel. Aber um es vorweg zu nehmen: ich bin durch mit dem Zeug. Ich hab mir fest vorgenommen auf Kaffee auch langfristig zu verzichten. Trotz Histaminintoleranz hab ich das nämlich zuhause nicht geschafft.

Zum Frühstück gab’s während der Kur immer eine “herbal soup” (eine Suppe aus gesunden Kräutern Reis und Kokos… Das Rezept muss ich noch auf Deutschland münzen, dann kommt es auch in meine Frühstückschüssel), dann Reis mit sambal und Kokossauce und leckeres Obst. Mein Ziel zuzulegen, schien damit in greifbare Nähe zu rücken.

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Nach dem Frühstück begann der tägliche Behandlungsmarathon. Die erste Konsultation war spannend. Zunächst wurde meien Grundkonstitution von Dr. Ravi bestimmt. Das anhand von einem umfassenden Fragenkatalog (Essgewohnheiten, Vorlieben, Gewicht, Vorerkrankungen, Familie, Beruf, Stress etc.). Mein dosha, welches ich von Geburt bin ist Vata Pitta. Aktuell seien beide aber durch die Decke geschossen, so der Arzt. Ich bin also nicht in Balance – das Kapha Element, das für Ruhe und Beständigkeit steht, gibt’s bei mir nicht. Das wurde durch das Lesen des Pulses ermittelt. Der Arzt nimmt dabei die Hand und drückt mit verschiedenen Frequenzen auf deine Pulsadern. Ich hab keine Ahnung wie das funktioniert, aber ich glaube dran. Meine westliche Brille hab ich irgendwo zwischen den Weißkitteln zu Hause und meiner Unverträglichkeitsliste links liegen gelassen.

Ziel der Kur war also mein vata, meinen unruhigen Geist und meine Magenprobleme wie auch mein pitta, die Intoleranzen in den Griff zu kriegen.
Der Arzt hat dafür tief in die Trickkiste gegriffen. Gestartet bin ich erst mal sanft mit Massagen,die einen ausleitenden Effekt haben. Der Gedanke der Kur ist, dass sich die Giftstoffe erst im Magen-Darm-Trakt sammeln und dann auf allen Kanälen, und wenn ich alle schreibe meine ich alle, ausgeleitet werden.
Daneben gab’s auch viiiiiiel eklige Kräutergetränke – naja wenns hilft: cheers!

So gingen die ersten drei Tage rum. Mit Ganzkörper-, Kopf-, Fuss-, Gesichtsmassagen. Bis dann für den 4. Tag auf meinem Plan stand: cleaning day…

Aber naja, ich halte es mit dem alten Yogi Spruch: no mud no lotus 🙂

2 Kommentare

  • Rupie Loghanathan

    Was ich noch fragen wollte.. könntest du mir bitte sagen wo genau du deine Kur gemacht hast in sri lanka? Ich plane das auch schon lange, aber habe Bedenken die falsche Wahl zu treffen.. du würdest mir mit der Info einen riesigen Gefallen tun🤗🌼
    Liebe Grüße- Rupie

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