Ayurveda,  Intoleranzen

Nahrungsmittelunverträglichkeiten im Ayurveda

Vasant Lad – einer der Ayurveda-Experten – schreibt dazu, dass es sich bei den unverträglichken Lebensmitteln oft um solche handelt, die dieselbe Dosha-Qualität wie die eigene Konstitution haben. Um das zu verstehen, musst du also erst mal wissen, was dein Dosha ist- Hä Dosha?…und jetzt muss ich etwas ausholen.
Es gibt laut Ayurveda eine Grundkonstitution, die bei deiner Geburt schon festgelegt ist. Das Dosha kommt dabei auf verschiedene Arten zum Ausdruck, z.B. über deinen Körperbau, deine Haarfarbe, deine Verdauung, deine Art zu denken und zu reagieren…Im Internet findest du viele Dosha-Tests. Ich habe auch den ein oder anderen gemacht. Allerdings lag ich voll daneben, wie mir der Ayurveda-Arzt in Sri Lanka erklärt hat. Aber das ist Stoff für einen anderen Beitrag 🙂

Es gibt drei Doshas: Vata, Pitta und Kapha, die einzelne Elemente darstellen. Damit du tatsächlich in deiner Balance bist, sollten die Doshas ausgeglichen sein. Wenn aber ein Dosha die Oberhand gewinnt, kippt quasi das ganze System und du bist neben der Spur. Das äußert sich auf vielen Ebenen. Du bist gereizt (Pitta), ängstlich (Vata) oder lethargisch (Kapha). Deine Verdauung spielt verrückt, du bekommst Hautunreinheiten, Schnupfen und und und – ach, was man nicht alles bekommen kann.
Wenn also ein Ungleichgewicht besteht, muss das weg – du solltest also das unterbesetzte Dosha stärken. Und das passiert vor allem über die Ernährung, aber auch über deine Tagesroutine und Lebensweise.

Soweit ich es gelesen habe, und wie es auch bei mir der Fall ist, ist bei Histaminintoleranz das Pitta erhöht. Pitta steht für Feuer und alles, was Entzündungen, Jucken und Rötungen betrifft. Ich finde das erklärt wunderbar den flush und diesen nervigen Juckreiz, den du bestimmt auch kennst. Bei einer Erhöhung des Pitta Doshas leidet man auch oft an Hitzewallungen, Sodbrennen, Übelkeit und Durchfall. Erkennst du dich wieder?

Und jetzt wird´s spannend: Als ich mir angesehen habe, welche Lebensmittel für eine Pitta-Konstitution ungünstig sind, hat sich mir so Vieles erklärt. Dazu zählen an sich saure, scharfe und salzige Lebensmittel. Hier eine kleine Aufzählung:

– Zitrusfrüchte
– Tomate
– Eingelegtes und Fermentiertes
– Soja
– Roggen
– Käse und Buttermilch
– Essig
– die meisten Nüsse (ausgenommen sind Kokos und blanchierte Mandeln)
– Alkohol
– Kaffee
– weißer Zucker

Bevorzugen sollte man hingegen Süßes, Bitteres und Zusammenziehendes.

Als Histaminlerin habe ich ewig nach einer Erklärung gesucht. Ich habe wie du in meinem Beitrag Meine Geschichte lesen kannst, ewig nach der Ursache gesucht und sie nicht gefunden. Die Antwort in der jahrtausende alten indischen Lehrer vom Leben hat sie sich mir dann erschlossen. Ganz einfach – mein Pitta ist erhöht. Zack, mehr nicht. Und jetzt muss ich eben schlicht mein Kapha erhöhen. Hast du auch Lust dazu?

Ob uns das gelingt, wird die Zeit zeigen…Namaste, Jelena

2 Kommentare

  • Rupie Loghanathan

    Hallo liebe Jelena, mich würde interessieren wie es dir ergangen ist. Leide schon seit langem an histaminintoleranz und habe immer nur halbherzig meine Ernährung umgestellt. Bin von ayurveda überzeugt und darum neugierig wie es dir jetzt geht.
    Liebe Grüße- Rupie

    • Jelena Treutlein

      Liebe Rupie,

      Ich kann heute viel mehr essen und halte mich ziemlich strikt an die ayurveda Empfehlungen. Aber sündigen muss sein und mache ich auch. Mein Glas Wein am Wochenende lasse ich mir zum Beispiel nicht nehmen. Ich habe vorallem gelernt wieder in balance zu kommen und habe 100% mehr Lebensqualität!

      Das wünsche ich dir auch!

      Alles Liebe, Jelena

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